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Was andere im Sommer machen: heute Bocaccio
Messer Amerigo hatte, kaum eine Meile von der Stadt entfernt, eine gar schöne Besitzung, welche seine Gattin mit ihrer Tochter und mit anderen Damen oft zur Erholung zu besuchen pflegte. Eines Tages nun, als sie den Pietro mitgenommen hatten und dort verweilten, traf es sich, wie wir es häufig im Sommer geschehen sehen, daß der Himmel sich plötzlich mit finsteren Wolken umzog. Um von dem Unwetter nicht dort draußen überfallen zu werden, machte die Dame sich mit ihrer Gesellschaft, so rasch sie nur konnte, auf den Rückweg nach Trapani. Pietro und das Mädchen aber überholten, weil sie beide jung waren, die Mutter und die anderen Gefährtinnen, die bei ihr blieben, um vieles, und vielleicht war es ebensowohl die Liebe als die Furcht vor dem Gewitter, welche ihre Schritte beflügelte.
Schon waren die beiden jungen Leute der übrigen Gesellschaft so weit voraus, daß sie kaum mehr gesehen werden konnten, als es so heftig zu donnern und ein so dichter und schwerer Hagel zu fallen begann, daß die Dame mit ihrer Begleitung nur eben noch imstande war, sich in ein Bauernhaus zu flüchten. Pietro und das Mädchen aber suchten, weil sie in der Eile keinen andern Zufluchtsort finden konnten, Schutz in einem alten und fast ganz verfallenen Hause, das von niemand mehr bewohnt wurde. Das Dach dieses Hauses war so beschädigt, daß nur ein kleiner Teil davon noch vorhanden war und die beiden jungen Leute, die sich unter diesen Rest flüchteten, durch die Enge des geschützten Raumes einander zu berühren genötigt waren.
So nahe Berührung ermutigte die Liebenden, sich ihre liebevollen Wünsche zu gestehen, und Pietro begann zuerst: »Wollte nur Gott, daß dieser Hagel nie ein Ende nähme, wenn ich, solange er dauert, so wie jetzt bleiben dürfte.« »Ach, das wäre ich wohl auch zufrieden«, sagte darauf das Mädchen, und von solchen Reden gingen sie dazu über, einander bei der Hand zu nehmen und zu drücken, dann umarmten und küßten sie sich, und derweil hagelte es noch immerfort. Um aber nicht alle Einzelheiten zu erzählen, sage ich nur: das Wetter heiterte sich nicht eher auf, als bis sie einander die höchsten Freuden der Liebe gelehrt und sich auch schon verabredet hatten, wie sie sich in Zukunft miteinander erfreuen wollten.
Schon waren die beiden jungen Leute der übrigen Gesellschaft so weit voraus, daß sie kaum mehr gesehen werden konnten, als es so heftig zu donnern und ein so dichter und schwerer Hagel zu fallen begann, daß die Dame mit ihrer Begleitung nur eben noch imstande war, sich in ein Bauernhaus zu flüchten. Pietro und das Mädchen aber suchten, weil sie in der Eile keinen andern Zufluchtsort finden konnten, Schutz in einem alten und fast ganz verfallenen Hause, das von niemand mehr bewohnt wurde. Das Dach dieses Hauses war so beschädigt, daß nur ein kleiner Teil davon noch vorhanden war und die beiden jungen Leute, die sich unter diesen Rest flüchteten, durch die Enge des geschützten Raumes einander zu berühren genötigt waren.
So nahe Berührung ermutigte die Liebenden, sich ihre liebevollen Wünsche zu gestehen, und Pietro begann zuerst: »Wollte nur Gott, daß dieser Hagel nie ein Ende nähme, wenn ich, solange er dauert, so wie jetzt bleiben dürfte.« »Ach, das wäre ich wohl auch zufrieden«, sagte darauf das Mädchen, und von solchen Reden gingen sie dazu über, einander bei der Hand zu nehmen und zu drücken, dann umarmten und küßten sie sich, und derweil hagelte es noch immerfort. Um aber nicht alle Einzelheiten zu erzählen, sage ich nur: das Wetter heiterte sich nicht eher auf, als bis sie einander die höchsten Freuden der Liebe gelehrt und sich auch schon verabredet hatten, wie sie sich in Zukunft miteinander erfreuen wollten.
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